Der Rugby Club Konstanz siegt erneut 17:7 Heimsieg gegen Tübingen

17:7 Heimsieg gegen Tübingen: Die Mannschaft wächst zusammen!

Das Spiel war wenige Sekunden alt als allen klar geworden sein durfte, dass der RC Konstanz der Hinrunde 2018/19 nicht mehr viel mit dem RC Konstanz der letzten Saison(s) zu tun hat: Eigener Kickoff und statt wie jahrelang üblich die ersten 15 Minuten nicht so richtig wach zu sein machen dieses Mal 15 Konstanzer sofort Druck. Dieser zwingt den Kickempfänger zum Hospitalpass, der Ballträger wird im Tackle so abgeräumt dass er den Ball nicht halten kann und nach weniger als 10 Sekunden hat man den ersten Scrum tief in des Gegners Hälfte. Und so geht es konsequent weiter: Die Tackles sitzen, die Kommunikation ist stark verbessert, die eigenen Lineouts klappen und in den Scrums geht man zwar leicht nach hinten, gewinnt aber die eigenen Bälle allesamt doch irgendwie. Und hinten fallen langsam aber sicher die Punkte: 3:0 und 6:0 Pflummi, beide Kicks sauber drüber, die Mühen werden belohnt.

Dann kommen die 10 Minuten von Jan: Saubere Ballstafette Nr. 1, Champagne Rugby, Knock-on. Saubere Ballstafette Nr. 2, Champagne Rugby, Knock-on. Saubere Ballstafette Nr. 3, Champagne Rugby, kn…eif mich mal, was ein geiler Lauf, Rieko Ioane hat Jan angeblich schon um ein Autogramm angebettelt: Nacheinander mit einem Step, einem Handoff, einem guten alten wenn-ich-nicht-an-dir-vorbeilaufen-kann-lauf-ich-eben-über-dich-drüber-Crash und einem Schlußspurt 40 Meter die rechte Linie runter, Versuch, 11:00. Touch-Line Conversion geht knapp vorbei, aber hey, 11:0!

Was dabei nicht vergessen werden darf: Das ganze gegen einen richtig guten Gegner, der insbesondere mit einer bombenstarken Dritten Reihe und einem Fullback, der das Aussehen eines Osterinsel-Standbilds mit den Füßen einer Primaballerina verbindet, immer wieder die Defensive der Hausherren testet! In den Forwards entwickelt sich spätestens jetzt ein Zwitter aus griechisch-römischem Ringen und Kneipenschlägerei, auch da der generell gut aufgelegte Schiedsrichter über die Kontaktsituationen nun etwas die Kontrolle verliert. Auch das ist aber ein Zeichen, dass sich die Mannschaft weiterentwickelt hat: Vor nicht allzu langer Zeit hätte man sich dabei noch einschüchtern lassen, nun wird hier ganz anders gegengehalten und auch die großzügige Linie des Refs konsequent ausgenutzt. Und trotzdem ist zwischen der 45. und 60. Minute nun plötzlich der Gast aus Tübingen die bessere Mannschaft, die sich nach langer Druckphase Zentimeter vor der Versuchslinie im Xten Anlauf doch noch durchtanken und unter den Stangen ablegen konnte – nur noch 11:07 und das große Zittern beginnt. Tübingen hat nun Oberwasser und jetzt auch das Glück, dass einige Entscheidungen zu ihren Gunsten ausfielen, so dass Konstanz nun akute Probleme hat. Und es kommt, was kommen muss: Ballgewinn Tübingen an der eigenen 22, zwei, drei abgeschüttelte Tackles und ab geht’s für einen Tübinger auf den langen Weg zur Konstanzer Trylinie… bis Stephan ihn mit einem mindestens Try-saving, wahrscheinlich sogar Game-saving Tackle abräumt. Und das scheint mehr als nur ein Tackle gewesen zu sein, nämlich ein Ar***tritt Deluxe und der nötige Weckruf, um die letzten 20 Minuten wieder im Griff zu haben. Dank zweier Penalties durch Paul, der nach Flummi’s Auswechslung den Dienst am Tee übernommen hat, wird die Führung auf 14:07 ausgebaut und der Endstand zum 17:07 klar gemacht. Alles in allem eine saubere Leistung, die aber auch aufzeigt, wie viel Arbeit noch vor uns liegt.

-Michael Braun

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